GNOME 3: Konfiguration der GNOME-Shell

Nun ist es also bald soweit: GNOME 3 wird am 6.April veröffentlicht. Endlich. Die GNOME Foundation schneidet alte Zöpfe ab und bringt eine neue Oberfläche, die GNOME-Shell. Das mit der Shell einhergehende Bedienkonzept ist nicht revolutionär, aber gut und durchdacht. So wurde gleich mal das untere Panel entfernt und durch das Notifcation-System, mit dem der Benutzer deutlich besser interagieren kann, ersetzt. Auch wurden die Buttons für die Minimieren- und Maximieren-Funktion verborgen (und nicht entfernt), da sie nicht mehr zwingend notwendig sind. Die Funktionen der Shell übernehmen das.

Die GNOME-Shell und ihre Konfiguration
gnome-tweak-tool

Das GNOME-Tweak-Tool

Einer der häufigsten Vorwürfe ist, dass die GNOME-Shell nicht oder nur sehr umständlich zu konfigurieren sei. Dies ist natürlich so nicht richtig. Ganz in der Tradition gibt es das eine oder andere Tool mit dem sich nahezu alles konfigurieren lässt. Das ist die gute Nachricht. Die schlechte ist, dass man dieser Tradition folgend die Werkzeuge nachinstallieren muss.
Allgemeine Einstellungen können in GNOME 3 in den Systemeinstellungen, die man über das Benutzer-Menü in der oberen, rechten Ecke findet, gemacht werden. Die Bildschirmauflösung, aktivierte Sprache und Desktop-Hintergrund befinden sich zum Beispiel hier.
Weitergehende Einstellungen kann man in der neuen GNOME Version mit dem sogenannten ‚GNOME-Tweak-Tool‚ machen. Hier kann man das Theme der Fenster bestimmen. Oder man reaktiviert die vermissten Minimieren-/Maximieren-Buttons. Auch kann man hier Nautilus dazu bringen den Desktop zu organisieren und bekommt so seine Starter und Dateien auf dem Desktop zurück. Ein Nachteil ist, dass zumindest in der neue Version von Fedora, dieses Spielzeug nachinstalliert werden muss.
Wem auch das nicht reicht, darf sich mit dem dconf-editor auseinander setzen. Dieser Editor ersetzt de facto den gconf-editor. Hier kann man nun wirklich die feinen Einstellungen für die Oberfläche von GNOME 3 vornehmen. Die Möglichkeiten hier sind so umfangreich, dass eine Beschreibung hier den Rahmen sprengen würde. Der Umfang entspricht in etwa denen des gconf-editors.
Nur von letztgenannten ist dringend abzuraten: Er bietet zwar immer noch viele Funktionen, aber manche sind doppelt eingetragen und nur einer davon macht auch was er soll, manche sind vollkommen wirkungslos und andere werden nicht mehr unterstützt. Deshalb gilt: Der gconf-editor ist tot, lang lebe der dconf-editor.

Ein Leckerbissen zum Schluss

Das smooth inset Theme auf meinem Desktop

Es ist zwar noch nicht vorgesehen Desktop-Themes zu verwenden, aber das hält einen echten Linuxer ja nicht auf. Und so hat eine findige Person das wahrscheinlich erste Desktop-Theme für die GNOME-Shell geschaffen. Es hört auf den Namen ‚smooth inset‚ und alles, zur Installation benötigte, findet man auf deviantart.org.

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4 Gedanken zu „GNOME 3: Konfiguration der GNOME-Shell

  1. „Freue“ mich auch schon, wobei ich jetzt schon weiß, dass ich das Gnome Panel und seine Applets vermissen werde. Verstehe absolut nicht, warum es nicht möglich war ein renoviertes Panel mit Shell (dann ohne die Topleiste) zu kombinieren.

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