Gnome 3.4: Bitte kein ‚Application Menu‘

Eigentlich wollte ich ja nach dem letzten Eintrag etwas positives schreiben. Da kam mir der Link zu den geplanten Features für Gnome 3.4 gerade recht. Also schnell geöffnet und voller Begeisterung angefangen zu lesen. Doch dann stolperte ich über den Punkt: „Application Menu / Actions“. Das jeweilige Anwendungsmenü soll demnach als Kontextmenü des jeweiligen Icons im Panel integriert werden. Man betrachte sich einfach mal die Mockups dazu.

Mockup des Application Menu
Application Menu

Und das ist der Zeitpunkt an dem ich wieder meckern muss, denn das ist genau der Punkt, der mich auch an unity stört. Unity hat das bereits und es nervt mich wirklich. Hat man nämlich eine Anzahl von Anwendungen, die nicht maximiert sind, dann wird der Weg zum Menü echt lang. Vor allem wenn diese Anwendungen auf dem 2. Bildschirm liegen! Wenn so was bei unity eingeführt wird, ist mir das relativ egal. Unity gibt es nur bei ubuntu und ich hab kein ubuntu. (Nur ganz nebenbei, meine Freunde von unity: Es freut mich, dass ihr das gut findet oder zumindest damit leben könnt, aber versteht, dass es nicht mein Geschmack ist.)
Aber es gibt Hoffnung. So ist als einer der Punkte Folgendes aufgeführt:

„The app menu needs to be dynamic (…), to accomodate sensitivity changes of actions, and e.g. window state (fullscreen / not fullscreen)“

So könnte es sein, dass eine nicht maximierte Anwendung ihr Menü behält, damit man eben nicht die virtuellen Kilometer abreißen muss.
Auch ein weiterer Satz stimmt mich vorsichtig optimistisch. Wenn es da bei den Programmen, die dieses Feature wahrscheinlich nicht in naher Zukunft übernehmen können, heißt:

„This is not a problem – it is fine for such applications to keep their traditional menus“

Daraus schließe ich einfach mal, dass den jeweiligen Programmen ihr Menü nicht zwangsenteignet wird.
Es sieht bei näherer Betrachtung nicht ganz so gruselig aus, wie am Anfang. Oder wie meine Oma zu sagen pflegte: „Nix wird so heiß gegessen, wie’s gekocht wird!“

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6 Gedanken zu „Gnome 3.4: Bitte kein ‚Application Menu‘

  1. Ich Denke es reicht nun mit dem Negativ reden von gnome 3. Ich würde an Deiner Stelle einfach ein anderen Desktop Benutzen und hier noch ein Schlusswort Schreiben.
    Sicherlich gibt es immer was zu Meckern wenn man es will, es macht bloß wenig Sinn.
    Ich kann nur für mich und meinen Freundeskreis, besonders die Weiblichen, gnome 3 ist sehr gut bedienbar und ich betone es nochmal „Für Anfänger und Senioren erst recht“ .

    • Och, ich hab mit Gnome kein Problem. Ist der Desktop meiner Wahl. Aber wenn ich etwas finde, dass mir dann doch nicht gefällt (und das ist bei Gnome3 ECHT wenig), dann schreib ich das.
      Meine Einleitung spielte auf den Mint Rant an, den ich davor veröffentlicht habe und ich mir vorgenommen hatte so als karmischen Ausgleich irgendwas positives zu schreiben.
      Naja, hat nicht sollen sein. ;)

  2. Ich für meinen Teil Umgehe den ganzen ärger in dem ich Xubuntu mit Xfce verwende.
    Dieses Mainstream genöhle was bei Gnome 3 und Unity alles noch nicht funktioniert geht mir auf die Nerven ;)

  3. Das Menü ist eine Art „Ergänzung“ zum bisherigen Menü und wird das Traditionelle Menü im Fenster keinesfalls ersetzen oder besser: Überall ersetzen.
    Anwendungen können aber bestimmte Aktionen in diesem Menü ablegen und sich somit die Menüleiste sparen. (Ist also ein ganz anderer Ansatz als bei Unity)

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