Clementine

tl;dnr: Clementine ist der beste Musikplayer. ->HP ->Download ->Screenshots

Ich war seit längerem auf der Suche nach einem geeigneten (grafischen) Musikprogramm. Auslöser für meine Suche war das Release von Gnome 3.0. Mein damaliges Programm, Exaile, integrierte sich nämlich nicht mehr so prickelnd in den neuen Desktop.Das Musikprogramm Clementine Nein, eigentlich wirkte Exaile wie ein Fremdkörper. Der hauseigene Player machte vor, wie es sein sollte: Rhythmbox nutzt konsequent die Möglichkeiten des Benachrichtigungssystems von Gnome3. Im Gegensatz zu früher bietet das eine Möglichkeit zur Interaktion. Ich fand und finde das super.

Leider versagt Rhythmbox ansonsten auf nahezu jede erdenkliche Art. Daher war ein Umstieg nicht der Plan. Nach einer langen und verwirrenden Reihe von Testinstallationen gelangte ich dann zu meinem neuen Musikprogramm: Clementine.
Clementine ist ein Fork von Amarok 1.4. Nach der Version 1.4 wurde Amarok wegen des KDE4-Desktops general überholt. Und wie das so ist: Das gefällt nicht immer allen. Und so kam es zu Fork. Für mich aus 2 Gründen ein Segen:

  1. Ist für mich, als Gnome-User, Amarok 2.X ein Non-Go, weil man sich den halben KDE Desktop als Abhängigkeit ins Haus holt.
  2. Fand ich Amarok 1.4 super, Amarok 2.X find ich aber doof!

Ich hatte mir schon mal vor einem Jahr Clementine angeguckt, war ein bisschen enttäuscht und entschied, dass das Ding noch nicht so weit war. Darüber vergaß ich Clementine. Nun hab ich Clementine für mich wiederentdeckt und muss sagen: Jepp, das Ding ist jetzt noch geiler als es Amarok für mich jemals war!
Folgenden Funktionen bietet Clementine:

  • Durchsuchen und Abspielen Ihrer lokalen Musiksammlung.
  • Internetradio von Spotify, Grooveshark, Last.fm, SomaFM, Magnatune, Jamendo, SKY.fm und Digitally Imported, und Icecast.
  • Erstellen intelligenter sowie dynamischer Wiedergabelisten.
  • Wiedergabelisten mit Tabs, Im- und Exportieren von M3U, XSPF, PLS und ASX.
  • Unterstützung für Cuesheets.
  • Abspielen von Audio-CDs.
  • Visualisierungen von projectM.
  • Liedtexte sowie Biografien und Fotos der Künstler.
  • Konvertieren von Musik in die Formate MP3, Ogg Vorbis, Ogg Speex, FLAC oder AAC.
  • Bearbeiten der Metadaten von MP3- und OGG-Dateien, Organisieren Ihrer Musik.
  • Abrufen fehlender Tags von MusicBrainz.
  • Fehlende Albencover von Last.fm und Amazon herunterladen.
  • Plattformübergreifend – funktioniert unter Windows, Mac OS X und Linux.
  • Native Desktopbenachrichtigungen unter Linux (libnotify) und Mac OS X (Growl).
  • Fernsteuerung mittels Wii-Fernbedienung, MPRIS oder Befehlszeile.
  • Kopieren von Musik auf Ihren iPod, iPhone, MTP- oder USB-Massenspeicher.
  • Warteschlangenverwaltung.

(Diese Liste ist dreistes Ausnutzen der Creative-Commons-Lizenz CC-BY-SA der Clementine HP. Man könnte auch von stumpfen copy+paste reden.)

Wer Clementine ausprobieren möchte: Den Player gibt es in jeder gut sortierten Paketverwaltung, als direct download oder man backt sich das Ding einfach selber.

P.S.: Clementine unterstützt zwar nicht von Haus aus das Gnome Benachrichtigungssystem aber über die Gnome-Shell-Extension „Music Integration“ klappt’s dann wieder.

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