Fedora Trickkiste: yum beschleunigen

Nachdem ich heute wieder einmal gelesen habe, dass yum so fürchterlich langsam sein soll, dachte ich mir: “Schreibste mal ein, zwei Kniffe auf“. Dann brauch ich mich nicht immer wiederholen. Inwieweit die euch was bringen, hängt von eurem System und eurer Internetanbindung ab. Your mileage may vary!

PackageKit-yum-plugin

Dieses yum-PlugIn gehört (bei Fedora 16) anscheinend immer noch zur Standardinstallation. Es sorgt dafür, dass nach jedem Aufruf von yum im Hintergrund PackageKit checkt, ob Updates verfügbar sind. Bei einer langsamen Anbindung nervt das extremst. Also entweder in der

/etc/yum/pluginconf.d/refresh-packagekit.conf

den Schalter

enabled=0

setzen oder gleich deinstallieren. Man braucht es nicht wirklich.

yum-plugin-fastestmirror

Mit dem PlugIn werden schnellsten Spiegelserver für die aktiven Repositories ausgewählt, sofern es Spiegelserver gibt und deren Nutzung aktiviert ist. Die ermittelten Server werden in der Datei ‚/var/cache/yum/$arch/$releasever/timedhosts.txt‘ also in meinem Fall:

/var/cache/yum/x86_64/16/timedhosts.txt

gespeichert. Ein klein wenig kann man das PlugIn auch konfigurieren. Ich gehe hier nur auf die wichtigsten ein:

maxhostfileage=10 #Anzahl der Tage, die diese Liste gespeichert wird
include_only=.nl,.de,.uk,.ie #Die sog. Top-Level-Domains, die genommen werden sollen. Mir hat's nicht wirklich geholfen, aber vielleicht ja euch.

Die paar Optionen, die fehlen, dürft ihr in der Dokumentation nachlesen.

yum-presto

Presto sorgt dafür, dass immer nur ein sog. Inkrementelles Update durchgeführt wird. Ihr zieht also wirklich nur die Veränderungen und nicht das komplette Paket. Ist standardmäßig installiert und aktiviert.

yum.conf

Man kann mit dem Schalter -C die Nutzung des Caches erzwingen und so eine lästige Abfrage bei einem Server vermeiden. Man sieht also bei einem

yum -C search $foo

nur im lokalem Cache nach und nicht online. Erhöht enorm die Reaktionsgeschwindigkeit von yum, kann aber veraltete Informationen hervorbringen. Das Ganze ist natürlich erst richtig sinnvoll, wenn man die Option ‚keepcache‘ eingeschaltet hat. Dazu ändert man in der Datei

/etc/yum.conf

die Zeile

keepcache=0

in

keepcache=1

Hilfreiche Quelle

Wer sich mit yum weiter auseinander setzen will, dem lege ich die wirklich gute Dokumentation ans Herz.

So! Das war es eigentlich schon. Ich hoffe, dass das dem einem oder anderem weiter hilft. (Natürlich auch der einen oder anderen. ;) ) Frage, Anmerkungen und Kritik kommen in die Kommentare!

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Jürgen Friedrich (Vorstandschef vom 1.FC Kaiserslautern)

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